Fachartikel & News

Managementtechniken im Überblick

In vielen Gesprächen werden die Begriffe verschiedener Managementtechniken zur Unternehmens- und Mitarbeiterführung verwendet. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über verschiedenste Managementtechniken, die dem Autor immer wieder über den Weg laufen. Diese strategischen, zielorientierten, planungsunterstützenden oder entscheidungsunterstützenden Techniken sind daher lediglich eine kleine subjektive Auswahl an Begriffen, die auch nur sehr verkürzt beschrieben werden können.


ABC-Analyse Bei der ABC-Analyse werden Aufgaben, Probleme, Produkte oder Aktivitäten in drei Klassen von A-, B- und C-Objekten unterteilt. A bedeutet sehr wichtig, dringlich oder hoher Beitrag. B beschreibt einen Zustand als wichtig, dringlich oder mit mittlerem Beitrag. C hingegen bezeichnet einen weniger wichtigen, dringlichen oder geringen Beitrag. Durch die ABC-Analyse ist eine Priorisierung möglich.

Balanced Scorecard Die Balanced Scorecard ist ein Konzept zur Unternehmenssteuerung und umfasst mehrere Perspektiven. Häufig werden eine Finanzperspektive, eine Prozessperspektive, eine Potenzialperspektive und eine Kundenperspektive dargestellt. Zu jeder Perspektive werden Ziele, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen abgebildet. Auf diese Weise können Erfolgsfaktoren bestimmt werden. Hieraus kann mit den sogenannten Key Performance Indicators (KPI, Leistungskennzahlen) ein Scorecard erstellt werden.

Changemanagement Das Changemanagement beschreibt die laufende Anpassung der Unternehmensstrategie oder -struktur an Umwelt- und Rahmenbedingungen, die ein Unternehmen betreffen. Damit wird das planvolle Management von Veränderungsprozessen von einem Ist-Zustand zu einem Soll-Zustand bezeichnet.

EFQM-Modell Die European Foundation for Quality Management (EFQM) hat ein Qualitätsmanagementsystem entwickelt, das die Bewertung von Organisationen bzw. ihres Managements im Hinblick auf nachhaltig hervorragende Leistungen ermöglicht. Die Bewertung gliedert sich in neun Kriterien. Fünf Kriterien sind „Befähiger“ (Führung, Politik und Strategie, Mitarbeiter, Partner und Ressourcen sowie Prozesse) und vier Kriterien sind „Ergebnisse“ (kundenbezogene Ergebnisse, mitarbeiterbezogene Ergebnisse, gesellschaftsbezogene Ergebnisse und Schlüsselergebnisse).

Eisenhower-Prinzip Durch das Eisenhower-Prinzip wird Wichtiges von Dringlichem differenziert. Es werden vier Quadranten dargestellt, die eine Aufgabe entweder als wichtig und dringend (sofort ausführen), wichtig und nicht dringend (terminieren), nicht wichtig und dringend (delegieren) und nicht wichtig und nicht dringend (nicht erledigen, Papierkorb) kategorisiert.

EKS Die engpasskonzentrierte Strategie ist ein Instrument nach Mewes zur ganzheitlichen Steuerung eines Unternehmens. Sie verfolgt vier Grundprinzipien: Konzentration der Kräfte auf Stärkenpotenziale und Abbau von Verzettelung, Orientierung der Kräfte auf eine eng umrissene Zielgruppe, Gang in die Lücke (Marktnische) sowie die Entwicklung in die Tiefe der Zusammenhänge und nicht in die Breite (Anstreben der Marktführerschaft).

Die Umsetzung der Strategie erfolgt in sieben Phasen: Feststellung der Ist-Situation und Stärken, Geschäftsfeldanalyse, Zielgruppenanalyse mit der Erarbeitung der erfolgversprechendsten Kundengruppe, Engpässe und Probleme der Kundengruppe ermitteln und lösen, Innovationsstrategie, um weitere Kundenprobleme zu lösen, Kooperationsstrategie nach der Konzentration auf die Kernkompetenz sowie das Erreichen der Marktführerschaft durch die nachhaltige Problemlösung des Grundbedürfnisses der Kundengruppe.

FMEA Die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA) ist eine Methode, mit der mögliche Fehler frühzeitig ermittelt werden können. Sie wird zur Fehlervermeidung und Erhöhung der technischen Zuverlässigkeit vorbeugend eingesetzt.

Ishikawa-Diagramm Das Ishikawa-Diagramm (auch Ursache-Wirkungs-Diagramm oder Fishbone-Diagramm) stellt dar, welche Ursachen Einfluss auf ein Ergebnis nehmen. Dabei werden meist die Einflussfaktoren Mensch, Material, Maschine, Methode, Messmittel und Mitwelt berücksichtigt. Ausgangspunkt ist ein horizontaler Pfeil nach rechts. An der Pfeilspitze wird das Problem wie „schlechte Kundenberatung“ formuliert. Auf diesen Pfeil zielen nun von links oben und unten schräge Ursachenpfeile, welche die Einflussfaktoren wiedergeben.

Kaizen Kaizen beschreibt eine Philosophie, in deren Zentrum das Streben nach ständiger Verbesserung steht. Nach dieser Philosophie führt die stetige, kontinuierliche Perfektionierung eines Produkts zum Erfolg. Grundlage der Methode ist die Annahme, dass der Ist-Zustand immer verbessert werden kann und muss.

Kanban Kanban ist eine Methode für die Produktionsprozesssteuerung, die auf dem Pull-Prinzip beruht. Bei diesem Prinzip entnimmt der Verbraucher das für die Produktion benötigte Material bei seinem Lieferanten. Der Kanban dient als Bestellkarte, mit der die Produktionsstufe zuvor veranlasst wird, dieses Material erneut zu produzieren.

Lean Management Lean Management bedeutet „schlankes Management“ und soll überflüssige Aktivitäten vermeiden. Als Ziel wird eine prozessorientierte Unternehmensführung mit größtmöglicher Effizienz herausgestellt. Dabei stehen die Kundenorientierung und die Kostensenkung im Fokus.

Pareto-Analyse Nach der Pareto-Analyse bzw. 80-20-Regel sind 80 % eines Problems auf eine kleine Zahl von Ursachen (20 %) zurückzuführen. Im Ergebnis können auf Basis der Analyse die wichtigsten Ursachen für ein Problem aus vielen möglichen Ursachen identifiziert werden.

PDCA-Zyklus Der PDCA-Zyklus (auch Demingkreis) beschreibt einen iterativen Problemlösungsprozess. Die Phasen dieses Zyklus lauten Plan (Planen), Do (Umsetzen), Check (Prüfen) und Act (Handeln). Mit dem PDCA-Zyklus werden die Phasen im kontinuierlichen Verbesserungsprozess beschrieben. Die Verbesserung des Standards, der innerhalb der Phase „Act“ eingeführt wurde, beginnt mit der Phase „Plan“.

Scrum Scrum ist ein agiler Prozess für Software­entwicklung und Projektmanagement. Dieser Prozess kennt fünf Aktivitäten, drei Artefakte und drei Rollen mit unterschiedlichen Verantwortungen:
Zu den Aktivitäten zählen das Sprint Planning, in dem das Arbeitspaket für den nächsten Arbeitsabschnitt (2-4 Wochen) entwickelt wird, und das Daily Scrum, das einen täglichen Informationsaustausch gewährleistet. Im Sprint Review am Ende eines Arbeitsabschnitts werden insbesondere die Ergebnisse präsentiert. In einer Sprint Retrospektive wird die bisherige Arbeitsweise überprüft. Als fünfte Aktivität gilt das Backlog Refinement, in dem im sogenannten Backlog Details hinzugefügt, Aufgaben geschätzt und Einträge geordnet werden.

Scrum kennt als Artefakt das Product Backlog mit einer Auflistung aller Punkte, die für das Produkt benötigt werden. Das Sprint Backlog enthält die Anforderungen, die für den nächsten Arbeitsabschnitt beauftragt wurden. Als drittes Artefakt gilt das Product Increment als Summe aller Product-Backlog-Einträge, die fertiggestellt wurden. Als Rollen sind der Product Owner, der Scrum Master und das Entwicklungsteam bekannt. Der Product Owner stellt fachliche Anforderungen und priorisiert sie. Der Scrum Master managt den Prozess und beseitigt Hindernisse. Das Entwicklungsteam entwickelt das Produkt und liefert die vom Product Owner definierten Anforderungen.

Six Sigma Six Sigma ist ein Managementsystem zur Prozessverbesserung, statistisches Qualitätsziel und zugleich eine Methode des Qualitätsmanagements. Six Sigma setzt das Ziel, dass die Fehlerquote in der Produktion verringert werden muss, um so die Kosten für die Qualität der hergestellten Produkte zu verringern. Kernelement ist die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln (DMAIC). Die Ziele orientieren sich an finanzwirtschaftlich wichtigen Kenngrößen des Unternehmens und an Kundenbedürfnissen.

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