Pflegestufenrechner

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Pflegestufenrechner

In unserem Ratgeber zum Thema Pflegestufen beantworten wir Ihnen gerne die wichtigsten zehn Fragen. Nutzen Sie auch unseren Pflegestufenrechner, um sofort online zu ermitteln, welche Pflegestufe in einem konkreten Fall ermittelt würde.

Feststellung von Pflegebedürftigkeit

Häufigkeit und Zeitaufwand für die Hilfe bei der täglichen Grundpflege bilden die Haupt-Entscheidungskriterien für die Feststellung einer Pflegebedürftigkeit und damit einer Pflegestufenzuordnung. Die Grundpflege umfasst die drei Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität.

Der Rechner hilft Ihnen bei der Ermittlung des durchschnittlichen täglichen Zeitaufwands für die Pflegeleistungen (täglicher Hilfebedarf). Dabei werden sogenannte Zeitorientierungswerte berücksichtigt, die ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt. Entsprechend des gesamten Hilfebedarfs kann eine von drei Pflegestufen zugeordnet werden. Je nach Pflegestufe unterscheidet sich auch die Höhe der Leistungen.

Grundvorausetzung

Als pflegebedürftig wird nur angesehen, wer dauerhaft der Hilfe bedarf. Das ist gegeben, wenn die Hilfebedürftigkeit voraussichtlich länger als sechs Monate andauern wird.
Hauwirtschaftlicher Hilfebedarf

Für alle Pflegestufen wird vorausgesetzt, dass beim hauswirtschaftlichen Hilfebedarf die Mindestzeiten erreicht werden, was i.d.R. auch der Fall ist. Für die einzelnen Pflegestufen gilt folgendes:

  • Pflegestufe I: Grundpflege + Hauswirtschaft mind. 90 Minuten, davon mind. 46 Minuten Grundpflege
  • Pflegestufe II: Grundpflege + Hauswirtschaft mind. 180 Minuten, davon mind. 120 Minuten Grundpflege
  • Pflegestufe III: Grundpflege + Hauswirtschaft mind. 300 Minuten, davon mind. 240 Minuten Grundpflege

Zum hauswirtschaftlichen Hilfebedarf im Rahmen der Pflegeversicherung gehört z.B. Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen von Wäsche und Kleidung oder das Beheizen der Wohnung.

Wozu gibt es Pflegestufen?

Da jeder Pflegebedürftige individuell unterschiedliche Hilfeleistungen benötigt, hat der Gesetzgeber zur Ermittlung des Pflegegeldes drei Pflegestufen geschaffen. Eine Zuordnung in eine dieser Pflegestufen ist ausschlaggebend dafür, als wie schwer die Erkrankung oder Behinderung eingeschätzt wird und wieviel Hilfe bei der Pflegeumgebung erbracht werden muss.

Wie wird die Pflegestufe ermittelt?

Die Pflegestufe wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) ermittelt, welcher nach erfolgter Feststellung der Pflegebedürftigkeit eine für die Krankenkasse maßgebliche Empfehlung ausspricht. Üblicherweise geben die Pflegekassen dem MDK den Auftrag, die Pflegebedürftigkeit festzustellen. Dies erfolgt in Form eines Hausbesuches durch den MDK bei dem/der betreffenden Pflegebedürftigen. Bei dem Hausbesuch finden eine körperliche Untersuchung statt; außerdem werden mögliche ärztliche und pflegerische Befunde eingesehen. Gleichzeitig wird der individuelle Hilfebedarf festgestellt. Die Pflegestufe richtet sich nach dem durchschnittlichen täglichen Zeitaufwand für die Pflege. Hierbei wird der gesetzlich definierte Hilfebedarf bei der Grundpflege ermittelt, zu der Körperpflege, Ausscheidung, Mobilität und Ernährung gehören. Allerdings werden bei der Feststellung der Pflegestufe weder Behandlungspflege (z. B. Verabreichen von Medikamenten oder Verbandwechsel) noch die soziale Betreuung berücksichtigt. Regelmäßiger Bedarf an hauswirtschaftlicher Versorgung muss zudem bestehen. (z. B. Kochen, Wäschewaschen oder Putzen)

Ab wann ist man offiziell pflegebedürftig?

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wird im Sozialgesetzbuch (Elftes Buch, 2. Kapitel, § 14) definiert. Demnach gelten offiziell Personen als pflegebedürftig, die auf Grund einer Krankheit oder Behinderung in erheblichem oder höherem Maße Hilfe benötigen. Diese Hilfeleistungen beziehen sich auf alltägliche, regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen und müssen für mindestens 6 Monate benötigt werden.

Wie unterscheiden sich die einzelnen Pflegestufen voneinander?

Man unterscheidet 3 Pflegestufen. Als “erheblich pflegebedürftig” (Pflegestufe I) gilt eine Person, die pro Tag mindestens 90 Minuten lang Hilfe benötigt. Davon müssen mehr als 45 Minuten für 2 Verrichtungen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) aufgewendet werden. Außerdem muss mehrfach wöchentlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung nötig sein. Pflegestufe II bedeutet Schwerpflegebedürftigkeit, die täglich Hilfsleistungen innerhalb eines Zeitaufwandes von mindestens 3 Stunden erforderlich macht. Insgesamt mindestens 2 Stunden davon müssen für die dreimal täglich erfolgende Grundpflege verwendet werden. Außerdem muss auch hier mehrfach wöchentlich Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich sein. Mit Pflegestufe III wird Schwerstpflegebedürftigkeit definiert, die Hilfe im Rahmen eines Zeitaufwandes von täglich mindestens 5 Stunden erfordert. Insgesamt müssen hier täglich mindestens 4 Stunden an grundpflegerischer Hilfe sowohl tagsüber als auch nachts benötigt werden. Gefordert wird auch, dass wöchentlich mehrmals Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung erforderlich ist. Mit “Pflegestufe 0″ wird in der Umgangssprache ein Zustand erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz bezeichnet, bei dem Pflegegeld oder Pflegesachleistungen beantragt werden können. Dies gilt für Personen, die z. B. unter Demenz oder einer psychischen Erkrankung leiden, jedoch noch keine tägliche Versorgung von 45 Minuten Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung benötigen.

Wie verläuft eine Pflegebegutachtung?

Um Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) zu erhalten, muss die versicherte Person bei der Pflegekasse der zuständigen Krankenversicherung einen schriftlichen Antrag auf Pflegegeld stellen. Daraufhin erfolgt eine Pflegebegutachtung durch Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Diese erfolgt in Form eines angekündigten Hausbesuches, entweder im Haus oder in der stationären Pflegeeinrichtung der betreffenden Person. Dabei wird der Hilfs- und Betreuungsbedarf ermittelt. Im Anschluss daran wird von einem Gutachter das Pflegegutachten erstellt, das dann an die Pflegekassen weitergeleitet wird.

Wer trifft die endgültige Entscheidung?

Unter Berücksichtigung des Pflegegutachtens trifft die Pflegekasse eine abschließende rechtsmittelfähige Entscheidung, ob eine Leistungsberechtigung vorliegt und wieviel Pflegegeld zusteht.

Was versteht man unter Pflegegeld?

Pflegegeld erhält eine gemäß der Sozialen Pflegeversicherung (SV) als pflegebedürftig eingestufte Person, nachdem der Antrag auf Pflegegeld von der Pflegekasse bewilligt wurde. Der Betrag richtet sich nach der ermittelten Pflegestufe sowie danach, durch wen (Angehörige oder professionelle Hilfe) und auf welche Art die Pflege erfolgt. Das Pflegegeld wird dem Betroffenen direkt ausbezahlt oder aber in Form von “Sachleistungen” an professionelle Pflegedienste oder Pflegeheime gezahlt. Der Versicherte kann über die Verwendung des Pflegegeldes frei entscheiden, es ist also nicht zweckgebunden.

Wie erfahre ich, wieviel Pflegegeld mir zusteht?

Die Höhe des gewährten Pflegegeldes richtet sich nach der ermittelten Pflegestufe, also dem Grad der Einschränkung. Außerdem wird unterschieden, ob die Pflegeleistung in Form von häuslicher Pflege durch Angehörige oder aber durch einen professionellen Pflegedienst erfolgt.

Was sieht die Pflegeversicherung vor?

Die Leistungen von Pflegegeld und Pflegehilfsmitteln unterscheiden sich je nachdem, ob man bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse pflegeversichert ist oder ob man zudem eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hat. Nicht sämtliche, sondern nur bestimmte in § 14 Abs. 4 SGB XI dargelegte alltägliche Verrichtungen werden beim Pflegegeld berücksichtigt, weil die Pflegeversicherung das Pflegerisiko nur teilweise und nicht vollständig absichert. Pflegende Angehörige erhalten ein der ermittelten Pflegestufe entsprechendes Pflegegeld. Auch das Erstatten von technischen Pflegehilfsmitteln sowie eine Beteiligung an Kosten für Umbaumaßnahmen im Wohnbereich, falls für die häusliche Pflege benötigt, sind vorgesehen.

Welche Pflegezuschüsse gibt es?

Die monatlichen Leistungen der Pflegekassen bestehen aus dem Pflegegeld und den Pflegesachleistungen, also der Inanspruchnahme eines Pflegedienstes.

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