Kaffeesteuerrechner

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Kaffeesteuerrechner

Wenn Sie in Deutschland Kaffee oder kaffeehaltige Produkte kaufen, zahlen Sie dafür immer auch eine Kaffeesteuer. Diese wird zusätzlich zur Mehrwertsteuer erhoben und ist in der Regel im normalen Preis für die Produkte bereits verrechnet. Mit diesem Rechner erfahren Sie, welchen Anteil des Kaffeepreises der Staat von Ihnen erhält.

Berechnung der Kaffeesteuer

Die Kaffeesteuer wird in Deutschland bereits bei der Einfuhr der Bohnen erhoben. Sie persönlich müssen die Steuer also nicht mehr direkt zahlen. Bei in Deutschland verkauften Kaffeesorten ist die Steuer bereits im Preis enthalten. Eine Erstattung dieser Steuern ist nicht möglich. Die Produzenten müssen die Steuern entrichten, sobald die Rohstoffe aus dem sogenannten Steuerlager abgeholt werden. Ein solches Lager wird in der Regel in der Nähe von Häfen errichtet, damit der Zoll die Einfuhr des Kaffees besser kontrollieren kann. Falls eine Lieferung Kaffeebohnen vor dem ersten Verkauf zerstört wurde, kann der Importeur eine Steuererstattung beantragen. Die Steuer wird unabhängig vom erzielten Kaufpreis berechnet. Bei normalem Röstkaffee verlangt der Staat 2,19 € pro Kilogramm, löslicher Kaffee wird mit 4,78 € pro Kilogramm berechnet.

Tipp zum Kaffeesteuer-Rechner: Privater Kaffeeimport

Wenn Sie im Ausland Kaffee kaufen, müssten Sie bei der Einfuhr theoretisch auch eine Kaffeesteuer dafür zahlen. Davon ausgenommen sind allerdings Kaffeeprodukte, die für den eigenen Gebrauch bestimmt sind. Der Grenzwert, bis zu dem ein Eigenbedarf angenommen werden kann, liegt bei zehn Kilogramm pro Person. Bis zu dieser Menge dürfen Sie also ohne Weiteres Kaffe aus dem europäischen Ausland in Deutschland einführen. Transportieren Sie mehr Kaffee, müssen Sie dies beim Zoll anmelden und die üblichen Steuern für die über Ihrem Eigenbedarf liegenden Mengen zahlen. Beachten Sie auch, dass die deutschen Inseln Helgoland und Büsingen von der Kaffeesteuer ausgenommen sind. Dort können Sie daher günstigeren Kaffee kaufen, dürfen aber ebenfalls nur für Ihren privaten Bedarf Kaffee aufs Festland mitnehmen. Bestellen Sie Ihren Kaffee allerdings im Internet, ist schon ab dem ersten Kilo die Kaffeesteuer zu zahlen. Seit dem Jahr 2010 jedoch gilt die Regel, dass der Verkäufer für das Berechnen und Zahlen der Steuern zuständig ist, wenn er an Privatpersonen aus Deutschland verkauft. Kleinere Versandhändler aus dem Ausland, die diese Regelung nicht kennen, sollten Sie selbst darauf aufmerksam machen, da Sie als Empfänger für Steuerschulden ebenfalls haften können.

Was ist die Kaffeesteuer?

Die so genannte Kaffeesteuer ist eine Verbrauchssteuer, bei der Kaffee sowie kaffeehaltige Waren, die nach Deutschland importiert werden, besteuert werden.

Wann wurde die Kaffeesteuer eingeführt?

Der erste Vorläufer der Kaffeesteuer wurde bereits im 18. Jahrhundert eingeführt. Nachdem der Kaffeekonsum schon im 17. Jahrhundert stark gestiegen war, versuchte das damalige Königreich Preußen zwischen 1781 und 1787 ein Kaffeemonopol einzuführen. Als dieses nicht erfolgreich war, wurde stattdessen ein Einfuhrzoll festgelegt. Später wurden Kaffeezölle vom Deutschen Zollverein festgelegt, bevor sie ab 1871 dem Deutschen Reich zugewiesen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kaffeesteuer dann ab 1948 auf dem Gebiet der West-Alliierten eingeführt und auch nach der Gründung der Bundesrepublik beibehalten.

Wie hoch ist die Kaffeesteuer?

Die Höhe der Kaffeesteuer ist abhängig vom jeweils besteuerten Produkt. Bei gewöhnlichem Röstkaffee liegt der Steuersatz derzeit bei 2,19 Euro pro Kilogramm, bei löslichem Kaffee werden 4,78 Euro pro Kilogramm fällig. Eine Mischung aus löslichem und Röstkaffee wird anhand der jeweiligen Inhaltsanteile besteuert. Nutzen Sie unseren Rechner zur Ermittlung der Steuer je Pfund Kaffee.

Wer zahlt die Kaffeesteuer?

Ziel der Kaffeesteuer ist es, wie auch bei anderen Verbrauchssteuern, den Verbrauch von Kaffee durch den Endverbraucher zu besteuern. Um das Einziehen der Kaffeesteuer zu erleichtern, wird jedoch nicht der einzelne Verbraucher besteuert, vielmehr entsteht die Steuerpflicht zu dem Zeitpunkt, an dem der Kaffee in den deutschen Wirtschaftskreislauf tritt. In der Praxis wird die Kaffeesteuer fällig, wenn Kaffee aus dem Steuerlager entnommen oder direkt dort verbraucht wird. Dabei können sowohl natürliche als auch juristische Personen Steuerschuldner für die Kaffeesteuer sein.

Was ist ein Steuerlager?

Wenn keine Steuern anfallen sollen, muss der Kaffee in einem von der Zollverwaltung speziell zugelassenen Steuerlager gelagert, hergestellt oder verarbeitet werden. Ein so genanntes Steuerlager besteht aus einem oder mehreren baulich zueinander gehörenden Räumen, in denen Einrichtungen zur Lagerung, zur Herstellung oder zur Verpackung von Kaffee aufgebaut wurden. Auch angrenzende Flächen, die zu betrieblichen Zwecken genutzt werden, gehören zum Steuerlager. In dem Moment, in dem der Kaffee das Steuerlager verlässt, wird die Kaffeesteuer fällig.

Gibt es Ausnahmen von der Kaffeesteuer?

Die Kaffeesteuer ist nicht fällig, wenn Kaffee als Folge unvorhersehbarer Ereignisse oder höherer Gewalt vollständig zerstört wird oder unwiederbringlich verloren geht. Damit der Steuerpflichtige keine Kaffeesteuer zahlen muss, muss er einen dieser Tatbestände hinreichend nachweisen können. Dies kann beispielsweise dann passieren, wenn es im Lager zu einem Wasserschaden kommt, durch den der Kaffee nicht mehr für die Weiterverarbeitung verwendet werden kann. Auch für den Fall, dass es beim Rösten der Kaffeebohnen zu einem Fehler kommt, so dass diese Bohnen nicht mehr verkauft werden können, ist keine Kaffeesteuer fällig.

Welche Regelungen gelten beim Kauf von Kaffee durch Privatpersonen in anderen EU-Ländern?

Kaffeehaltige Waren oder Kaffee, die von Privatpersonen zum Eigenbedarf in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union für den Eigenbedarf erworben und nach Deutschland gebracht werden, unterliegen nicht der Steuerpflicht. Als Richtwert für den Eigenbedarf gilt dabei eine Menge von zehn Kilogramm. Diese Grenze gilt allerdings nur, wenn der Kaffee persönlich im Ausland abgeholt wird. Werden dagegen Kaffee oder kaffeehaltige Waren über das Internet bestellt, muss darauf auch von Privatpersonen Kaffeesteuer gezahlt werden.

Welche Regelungen gelten für die Ausfuhr von Kaffee oder kaffeehaltigen Waren?

Wenn kaffeehaltige Waren, für die bereits Kaffeesteuer gezahlt wurde, aus dem deutschen Steuergebiet ausgeführt werden, kann dafür eine Erstattung beantragt werden. Bei der Ausfuhr von Kaffee ist dies dagegen nicht möglich, der Kaffee muss vielmehr direkt aus dem Steuerlager ausgeführt werden.

Wer kassiert die Einnahmen aus der Kaffeesteuer?

Die Kaffeesteuer wird von Bundeszollverwaltung erhoben. Die gesamten Einnahmen, die durch die Kaffeesteuer entstehen, fließen in den Haushalt des Bundes.

Wie hoch sind die Einnahmen aus der Kaffeesteuer?

In den vergangenen Jahren lag das Aufkommen aus der Kaffeesteuer in der Bundesrepubilk bei insgesamt knapp über einer Milliarde Euro pro Jahr.

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