Haushaltshilfenrechner

Online-Services

Haushaltshilfenrechner

Sie möchten eine Putzhilfe oder Haushaltshilfe auf 450-Euro-Basis beschäftigen? Während Ihre Putzhilfe meist "Netto für Brutto" arbeitet, kommen auf Sie Steuern und Abgaben zu. Was die meisten nicht wissen: Sie können die Kosten als Haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. Unterm Strich machen sie meist mehr Steuern gut, als Sie für Ihre Haushaltshilfe an Abgaben tragen. Scheuen Sie also nicht die Kosten für Steuern und Sozialversicherung. Das brauchen Sie nicht! Tragen Sie einfach das monatliche Arbeitsentgelt Ihrer Putzhilfe ein und der Haushaltshilfen-Rechner zeigt Ihnen alle Steuern, Abgaben und Steuerermäßigungen im Detail.

Monatliche Schwankungen des Arbeitsentgelts

Falls das Arbeitsentgelt monatlich schwankt oder gesonderte Zahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld gezahlt werden, geben Sie bitte den durchschnittlichen Monatsverdienst an. Die Berechnung erfolgt bis zu einem Monatslohn von 450 Euro. Dies ist die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze, bis zu der ein Beschäftigungsverhältnis als geringfügige Beschäftigung bzw. Minijob gilt.

Abgaben der Haushaltshilfe

Ein Beispiel: Bei einem Arbeitsentgelt von 160 Euro je Monat müsste eine Haushaltshilfe einen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung von 24,73 Euro ihres Lohns über den Arbeitgeber abführen lassen, sofern sie sich nicht von der Beitragspflicht befreien lässt. Denn die Beschäftigung als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt ist bis zu einem Entgelt von 450 Euro für die Haushaltshilfe nur dann vollkommen steuer- und abgabenfrei, sofern sie sich über den Arbeitgeber von ihrer einzigen Zahlpflicht, nämlich der Beitragspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung befreien lässt.

Bleibt sie, z.B. zum Sammeln weiterer Rentenpunkte, bei der Beitragspflicht würde sie nicht “Netto wie Brutto” erhalten, sondern müsste bei einem Entgelt von 160 Euro eben 24,73 Euro selber tragen. Sie müsste nämlich den vom Arbeitgeber in jedem Fall zu tragenden Anteil zur Rentenversicherung in Höhe von 5% des monatlichen Arbeitsentgelts bis zum erforderlichen Betrag von 32,73 Euro aufstocken. Denn es ist eine Mindesbeitrags-Bemessungsgrundlage von 175 Euro festgelegt. Der Mindestbeitrag zur Rentenversicherung beträgt demanch 18,7% von 175 Euro, also 32,73 Euro. Dies führt bei niedrigen Einkommen bis zu rund 30 Euro zu einem negativen Nettoeinkommen, so dass die Putzhilfe dies dem Arbeitgeber sogar zu erstatten hat.

Wird die Mindesbeitrags-Bemessungsgrundlage von 175 Euro überschritten, so muss der Beschäftigte den 5%-Anteil des Arbeitgebers mit einem eigenen Anteil von 13,7% auf 18,7% aufstocken.

Abgaben des Arbeitgebers

Alle Abgaben des Arbeitgebers, bestehend aus Beiträgen zur Sozialversicherung, Steuern sowie Umlagen, betragen in der Summe 14,9% vom monatlichen Entgelt. Die Beiträge zur Sozialversicherung setzen sich zusammen aus 5% für die gesetzliche Rentenversicherung (auch, wenn sich die Haushaltshilfe von ihrer Beitragspflicht befreien lässt), 5% für die gesetzliche Krankenversicherung und dem festgelegten Einheitsbeitrag von 1,6% für die Unfallversicherung. Sollte die Haushaltshilfe privat krankenversichert sein, fällt für den Arbeitgeber sogar der 5%ige Beitrag zur Krankenversicherung weg. Der Pauschalsteuer-Satz für Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer beträgt 2%. Schließlich sind noch die Umlagen zu tragen mit 1,0% Umlage U1 als Aufwendungsersatz für Entgeltfortzahlung bei Krankheit und 0,3% Umlage U2 als Aufwendungsersatz bei Mutterschaft und Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft.

Steuerermäßigung am Beispiel

Bei einem monatlichen Arbeitsentgelt in Höhe von 160 Euro kommen mit 14,9% noch 23,84 Euro als Abgaben hinzu. 20% der Summe von 183,84 Euro, also 36,77 Euro können Sie als Arbeitgeber einer Haushaltshilfe als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen und von der Einkommensteuer abziehen lassen. Damit erhalten Sie einen echten Steuerbonus, denn diese 20% verringern direkt die Steuerschuld. Dies ist günstiger, als bei den meisten anderen absetzbaren Kosten, welche nur mindernd auf das zu versteuernde Einkommen wirken und somit auch eine geringere steuermindernde Wirkung haben.

Legal günstiger als “Schwarz”

Ein Beispiel: Bei einem monatlichen Arbeitsentgelt in Höhe von 160 Euro ist der monatliche Aufwand nach Steuerermäßigung um 12,93 Euro geringer als das Entgelt an Ihre Haushaltshilfe. Obwohl Sie Steuer- und Sozialabgaben zahlen mussten, haben Sie unterm Strich weniger ausgegeben, als wenn die Entlohnung Ihrer Haushaltshilfe an der Steuer “vorbei” bezahlt worden wäre. Dann hätten Sie 160 Euro ausgegeben. Sie sparen also dank Ihrer Steuerehrlichkeit monatlich 12,93 Euro.

Aufgrund Ihrer Abgaben handeln sie vor allem legal und verhindern unter anderem, dass ein möglicher Arbeitsunfall Ihrer Haushaltshilfe Sie selbst in finanzielle Probleme bringt. Jedoch sind Sie z.B. zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet. Ihre Haushalts- bzw. Putzhilfe profitiert auch: Sie genießt einen umfangreichen Sozialversicherungsschutz und erhält bei Verzicht auf ihre Rentenversicherungs-Pflicht ihr gesamtes Entgelt ohne Abzüge.

Was ist ein Minijob im Privathaushalt?

Minijobs in Privathaushalten sind eine spezielle Form der geringfügigen Beschäftigung und werden vom Gesetzgeber besonders gefördert. Einerseits zahlt der Arbeitgeber geringere Pauschalbeiträge als bei gewerblichen Minijobs, andererseits hat der Gesetzgeber für Minijobs in Privathaushalten eine besondere Steuerermäßigung eingeführt. Mit Hilfe des Haushaltsscheck-Rechners kann berechnet werden, wie wenig Minijobs als Haushaltshilfe tatsächlich kosten.

Was ist der Haushaltsscheck und wo bekomme ich ihn her?

Das Formular zur vereinfachten Anmeldung einer Haushaltshilfe für die Sozialversicherung wird Haushaltsscheck genannt. Es wird auf der Website der Minijob-Zentrale zum Download zur Verfügung gestellt bzw. kann dort online ausgefüllt und versendet werden. Neben der An- und Abmeldung des Arbeitnehmers für die Sozialversicherung, wird gleichzeitig der zuständige Unfallversicherungsträger durch die Minijob-Zentrale informiert, sobald der Haushaltsscheck für die Haushaltshilfe eingeht.

Was muss der Haushaltsscheck, also das Anmeldeformular, enthalten?

Der Haushaltsscheck ist ein überschaubares Formular und enthält folgende Angaben:

  • Familienname, Vorname, Anschrift und, falls schon vorhanden, die Betriebsnummer des Arbeitgebers,
  • Familienname, Vorname, Anschrift und die Versicherungsnummer des Beschäftigten; kann die Versicherungsnummer nicht angegeben werden, ist das Geburtsdatum des Beschäftigten einzutragen,
  • die Angabe, ob der Beschäftigte im Zeitraum der Beschäftigung bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt ist
  • die Angabe, ob der Beschäftigte gesetzlich krankenversichert ist
  • die Angabe, ob sich der Beschäftigte von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen möchte
  • Beginn bzw. Ende der Beschäftigung
  • Höhe des monatlichen Arbeitentgelts
  • SEPA-Lastschriftmandat an die Minijob-Zentrale
  • Unterschrift von Arbeitgeber und Beschäftigtem.

Was ist das Haushaltsscheck-Verfahren

Das Haushaltsscheck-Verfahren beschreibt die Abwicklung der Zahlungen für Sozialversicherung und Steuern. Die Abgaben werden per Lastschrifteinzug vom Konto des Arbeitgebers durch die Minijob-Zentrale eingezogen. Der Einzug erfolgt halbjährlich für die Monate Januar bis Juni zum 15. Juli des laufenden Kalenderjahres und für die Monate Juli bis Dezember am 15. Januar des Folgejahres.

Was ist die Minijob-Zentrale und wer steckt dahinter?

Die Minijob-Zentrale ist deutschlandweit die zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle geringfügigen Beschäftigungen, die so genannten Minijobs oder 450-Euro-Jobs. Zu den Aufgaben der Minijob-Zentrale gehört außer dem Meldeverfahren zur Sozialversicherung und dem Einzug der Abgaben bei allen gewerblichen Minijobs auch die Durchführung des Haushaltsscheck-Verfahrens für Minijobs in Privathaushalten. Die Minijob-Zentrale gehört dem Verbund Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an und unterliegt damit dem Bundesversicherungsamt als Aufsichtsbehörde.

Warum das Haushaltsscheck-Verfahren?

Das Ziel für die Vereinfachungen und Vergünstigungen ist sicherlich die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Denn, wie weiter unten beschrieben und im Rechner für Haushaltshilfen verdeutlicht, ist eine angemeldete Haushaltshilfe oft sogar günstiger als eine “schwarz” beschäftigte, was an der Möglichkeit zur steurlichen Geltentmachung des Arbeitsentgeltes und den zugleich günstigen Abgaben liegt.

Muss die Haushaltshilfe selber Abgaben und Steuern tragen?

Bis auf die Beitragspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung ist die Haushaltshilfe im Minijob frei von Steuern und Abgaben. Aber auch von dieser Rentenversicherungspflicht kann sie sich einfach über ihren Arbeitgeber befreien lassen. Im Haushaltsscheck kann der Arbeitgeber an entsprechender Stelle ankreuzen, dass die Haushalsthilfe die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt. Die Beiträge zur Rentenversicherung vom Arbeitgeber sind von der Befreiung jedoch unberührt. Ansonsten kann die Haushaltshilfe beispielsweise zur Erzielung weiterer Rentenpunkte die Pflicht bestehen lassen und muss dann den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers in Höhe von 5% mit 13,9% des Einkommens aufstocken bis zum allgemeinen Satz von 18,9%.

Wie hoch sind die Abgaben für den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber hat insgesamt einen Anteil von 14,54% des monatlichen Arbeitentgeltes zu tragen. Im einzelnen sind dies

  • 5% für die gesetzliche Rentenversicherung (auch, wenn sich der Beschäftigte von der Beitragspflicht befreien lässt),
  • 5% für die gesetzliche Krankenversicherung (entfällt, sofern der Beschäftigte nicht gesetzlich krankenversichert ist),
  • 1,6% als Einheitsbeitrag zur Unfallversicherung,
  • 2% als Pauschalsteuer-Satz für Lohnsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer,
  • 0,7% Umlage U1 als Aufwendungsersatz für Entgeltfortzahlung bei Krankheit und
  • 0,24% Umlage U2 als Aufwendungsersatz bei Mutterschaft und Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft.

Was leistet die Minijob-Zentrale?

Der Arbeitgeber muss sich nur um die An- und Abmeldung des Minijobbers mit dem Haushaltsscheck kümmern. Die wesentliche Erleichterung des Haushaltsscheck-Verfahrens zeigt sich bei der Berechnung und Abführung der Beiträge. Denn die Minijob-Zentrale berechnet für den Privathaushalt alle zu zahlenden Abgaben auf Grundlage des gemeldeten Arbeitsentgelts und zieht diese halbjährlich im Lastschriftverfahren ein.

Kann ich die Haushaltshilfe von der Steuer absetzen?

Ja. Aufwände bis zu 2.550 &euro im Jahr, also bis zu 212,50 &euro monatlich im Zusammenhang mit der Beschäftigung einer Haushaltshilfe können zu 20% als echte Steuerermäßigung geltend gemacht werden. Genaueres finden Sie unter Haushaltsnahe Dienstleistungen – Mindern der Steuerlast. Durch diese Steuerminderung können die Abgaben, die im Rahmen des Haushaltsscheck-Verfahrens zu tragen sind auch komplett wieder reinhgeholt werden. Der Haushaltshilfen-Rechner rechnet es Ihnen vor!

This is a unique website which will require a more modern browser to work! Please upgrade today!

Close