Gewerbesteuerrechner

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Gewerbesteuerrechner

Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer, die jeder Gewerbetreibende an die Gemeinde des Geschäftssitzes zahlen muss. Da die Gewerbesteuer nicht allein anhand der Gewinne berechnet wird, ist es nicht immer einfach, die tatsächliche Höhe der Steuern zu ermitteln. Mit diesem Gewerbesteuerrechner können Sie sich einen ersten Überblick über die Forderungen verschaffen.

Gewerbesteuerberechnung nach komplexen Regeln

Der Gewerbeertrag wird vor der Berechnung der Steuer nach komplexen Regeln berechnet. Zunächst wird der Gewinn aus Gewerbebetrieb herangezogen. Dieser entspricht den Angaben für die Einkommensteuer gemäß Einkommensteuergesetz bzw. der Körperschaftsteuer entsprechend des Körperschaftsteuergesetzes. Damit die zu erwartende Steuer für die Gemeinden möglichst gleichmäßig bleibt, kommt es nun zu Hinzurechnungen und Kürzungen gemäß §8 und §9 des Gewerbesteuergesetzes. Mit den Hinzurechnungen werden dem Gewinn aus Gewerbebetrieb einige Beträge wieder addiert, die bei der Ermittlung des Gewinns zuvor abgesetzt worden sind. So müssen Rentenzahlungen und Auszahlungen von Gewinnen an stille Teilhaber hierfür in voller Höhe dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden. Auch Mieten und Pachtzinsen, die vom Gewerbe gezahlt werden müssen, zählen im Rahmen der Gewerbesteuer zum jährlichen Ertrag. Diese werden jedoch nur zur Hälfte bzw. bei beweglichen Anlagegütern zu einem Fünftel hinzugerechnet. Auch ein Viertel der Kosten, die für Konzessionen und Lizenzen gezahlt werden mussten, werden dem Ertrag des Unternehmens angerechnet. Neben den Hinzurechnungen gibt es aber auch Kürzungen, die den für die Gewerbesteuer maßgebenden Ertrag vermindern. Dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Tipp zum Gewerbesteuerrechner 2016: Vermeidung von Doppelbesteuerung durch Kürzungen

Um Doppelbesteuerungen zu vermeiden, kann der Ertrag im Gegenzug um bestimmte Werte gekürzt werden. Ausländische Gewinne, Auszahlungen an Kapitalgesellschaften und ein Anteil des Grundstückwertes (für den ja bereits Grundsteuer entrichtet wird) können vom Gewinn des Unternehmens abgezogen werden. Falls im Vorjahr ein Verlust zu verzeichnen war, kann dieser ebenfalls vom aktuellen Gewinn abgezogen werden. Im Anschluss an diese Rechnung wird auf die nächsten 100 Euro abgerundet. Bevor die Gewerbesteuer berechnet wird, kann jedoch ein Freibetrag geltend gemacht werden. Einzelunternehmer und Personengesellschaften können 24.500 Euro vom Ertrag abziehen. Bei Vereinen und juristischen Personen des öffentlichen Rechts wird immerhin noch ein Freibetrag von 5000 Euro gewährt. Dieser endgültige Gewerbeertrag wird mit der deutschlandweit geltenden Steuermesszahl multipliziert. Seit 2008 sind dies 3,5 %. Die tatsächliche Höhe der Gewerbesteuer hängt dann aber vom Hebesatz der zuständigen Gemeinde ab. Dieser Hebesatz beträgt mindestens 200 %, kann von der Gemeinde aber auch wesentlich höher veranschlagt werden. Der höchste je veranschlagte Hebesatz liegt bei 900 %.

Was ist die Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer ist die wichtigste steuerliche Einnahmequelle der Gemeinden. Sie ist nicht auf Personen zugeschnitten, sondern auf Unternehmen und orientiert sich an der objektiven Ertragskraft eines Unternehmens. Das heißt, zur Bestimmung des für die Gewerbesteuer maßgebenden Ertrags wird der eigentliche steuerliche Gewinn zunächst um bestimmte Hinzurechnungen und Kürzungen angepasst.

Wer muss Gewerbesteuer zahlen?

Wer die Gewerbesteuer entrichten muss, richtet sich danach, ob es sich um ein Einzelunternehmen oder um eine juristische Person handelt. Bei einer juristischen Person ist diese selbst der Gläubiger. Ansonsten wird eine natürliche Person dafür in Anspruch genommen.

Wer kassiert Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer wird an die Gemeinde gezahlt, in der das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. Gesetzliche Grundlage ist dabei das Gewerbesteuergesetz. Die Gewerbesteuer rechtfertigt sich daraus, dass das Unternehmen von der Infrastruktur profitiert sowie Raum einnimmt.

Wann handelt es sich um einen Gewerbebetrieb?

Ein Gewerbebetrieb liegt normalerweise bei wirtschaftlicher Betätigung eines Unternehmens vor. Anders ist das bei Unternehmern, die freiberuflich tätig sind. Diese brauchen gewöhnlich keine Gewerbesteuer zu entrichten. Das gilt allerdings nicht, soweit sie dabei eine gewerbliche Nebentätigkeit ausüben. Durch eine gewerbliche Nebentätigkeit kann der Status als Freiberufler gefährdet werden. Ob dies der Fall ist, richtet sich vor allem danach, inwieweit die jeweiligen Einkünfte separat ermittelt werden können.

Was ist die Berechnungsgrundlage?

Berechnungsgrundlage für die Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag. Dieser richtet sich zunächst nach dem ermittelten Gewinn. Um aus diesem den Gewerbeertrag zu bestimmen, werden Hinzurechnungen und Kürzungen vorgenommen. Davon wird dann ein Freibetrag abgezogen.

Was sind Hinzurechnungen?

Zur Berechnung der Gewerbesteuer werden dem Gewinn aus Gewerbebetrieb einige Beträge wieder hinzugerechnet, soweit sie bei der Ermittlung des Gewinns abgesetzt worden sind. Diese Hinzurechnungen führen dazu, dass sich die Gewerbesteuer erhöht. Rechtsgrundlage hierfür ist die Vorschrift von § 8 des Gewerbesteuergesetzes. Zu einer Hinzurechnung kommt es beispielsweise durch entrichtete Zinsen sowie durch Finanzierungsanteile für Miete und Pacht.

Was sind Kürzungen?

Demgegenüber wird durch Kürzungen die Höhe der zu entrichtenden Gewerbesteuer gemindert. Dies richtet sich nach § 9 des Gewerbesteuergesetzes. Hierzu gehören etwa 1,2% des Einheitswertes des zum Betriebsvermögen des Unternehmers gehörenden und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes. Ein anderes Beispiel sind Anteile am Gewinn einer in- oder ausländischen offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft oder einer anderen Gesellschaft, bei der die Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) des Gewerbebetriebs anzusehen sind, wenn die Gewinnanteile bei Ermittlung des Gewinns angesetzt worden sind.

Was für Freibeträge gibt es?

Die Höhe des Freibetrages hängt von der rechtlichen Organisationsform des Unternehmens ab. Bei Einzelunternehmen sowie Personenunternehmen beläuft er sich auf 24.500 €. Demgegenüber beträgt er bei Vereinen und juristischen Personen des öffentlichen Rechts lediglich 5.000 €. Kapitalgesellschaften haben es noch schlechter: Sie haben überhaupt keine Freibeträge.

Was ist der Hebesatz?

Die Höhe des Hebesatzes wird von jeder Gemeinde für ihr jeweiliges Gebiet festgelegt. Er beträgt mindestens 200%. Der durch Hinzurechnungen, Kürzungen und Freibetrag ermittelte maßgebende Gewerbeertrag wird mit der gesetzlich festgelegten Gewerbesteuer-Messzahl in Höhe von 3,5% multipliziert. Der so berechnete Steuermessbetrag wird schließlich mit dem Hebeseatz multipliziert. Das Ergebnis ist die zu entrichtende Gewebesteuer.

Kann man die Gewerbesteuer von der Einkommenssteuer absetzen?

Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften bekommen gemäß § 35 EStG bis zum 3,8-fachen des Steuermessbetrags auf die Einkommensteuer angerechnet. Demnach stellt die Gewerbesteuer für diese Gruppe bei einem Hebesatz von bis zu 380% keine zusätzliche Belastung dar.

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