Erbschaftsteuerrechner

Online-Services

Erbschaftsteuerrechner

Ein unerwartetes Erbe kann für manche Menschen ein Segen sein. Doch auch wenn im Trauerfall finanzielle Fragen meist in den Hintergrund rücken, müssen Erben sich mit dem Thema Erbschaftssteuer auseinandersetzen. Dieser Erbschaftsteuerrechner kann einen ersten Überblick über die fällige Steuer verschaffen.

Grundsätzliches zur Erbschaftsteuer

Grundsätzlich muss jeder, der ein kleines oder großes Vermögen erbt, hierfür Steuern bezahlen. Dies ist im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) von der Bundesregierung geregelt worden. Falls das Erbe aus Sachwerten besteht, wird deren finanzieller Wert geschätzt und für die Steuern herangezogen. Das sogenannte Ertragswertverfahren wird zur Ermittlung der Werte herangezogen. Auch Schulden können vererbt werden, doch jedem Erben ist es freigestellt, ein Erbe auszuschlagen. Dies gilt jedoch nur ganz oder gar nicht. Der Staat gestattet es den Erben nicht, sich die Rosinen herauszupicken.

Tipp zum Erbschaftsteuerrechner: Freibeträge für Familienangehörige

Je nachdem, wie eng ein Erbe mit dem Verstorbenen verwandt war, kann er einen entsprechenden Freibetrag geltend machen. Für Kinder gilt dabei ein höherer Betrag als beispielsweise für Enkel oder Neffen und Nichten. Erbt der Ehepartner, wird zunächst im Rahmen des Zugewinnausgleichs ermittelt, welches Vermögen tatsächlich vererbt wird und welches dem Ehepartner ohnehin zusteht. Nur für den vererbten Teil, also in der Regel die Hälfte des gemeinsamen Vermögens, muss tatsächlich Erbschaftsteuer gezahlt werden. Bei Erbschaften, welche ein Betriebsvermögen umfassen, gelten weitere Regelungen und Freibeträge, die dazu dienen, den Betrieb zu erhalten und nicht durch eine unerwartete Steuerzahlung in den Bankrott zu treiben.

Tipp zum Erbschaftsteuerrechner: Rechtzeitige Schenkung

Wer seinen Erben später die Zahlung hoher Steuern ersparen möchte, sollte rechtzeitig beginnen, sein Vermögen zu verschenken. Freibeträge für Schenkungen können alle zehn Jahre geltend gemacht werden. Liegt die letzte Schenkung also weniger als zehn Jahre zurück, werden diese Beträge auf die Freibeträge der Erbschaft angerechnet. Auch das beliebte Berliner Testament, bei dem ein Ehepartner grundsätzlich das ganze Vermögen erbt und die Kinder erst bei dessen Tod mit ihren Pflichtteilen bedacht werden, ist steuerlich meist ungünstig. Die Steuern müssen im ersten Erbfall auf das ganze Vermögen gezahlt werden und die Freibeträge der Kinder werden nur einmal berücksichtigt. Unser Rechner ersetzt keinen Steuerberater : Er kann im Einzelfall die besten Steuertipps nennen, so dass Sie auf Ihrem Steuerbescheid nach der Erbschaft oder der Schenkung keine böse Überraschung erleben.

Wer muss Erbschaftssteuer bezahlen?

Jeder, der als Erbe Vermögen erwirbt, muss Erbschaftssteuer zahlen.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?

Die Höhe der Erbschaftssteuer ist davon abhängig, wie hoch das Erbe ist und wie der Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen war.

Gibt es Freibeträge?

Kinder haben bei der Erbschaftssteuer einen Freibetrag von 400.000 Euro. Darüber hinaus erhalten sie je nach eigenem Alter einen Versorgungsfreibetrag von bis zu 52.000 Euro. Dabei ist dieser Versorgungsfreibetrag umso höher, je jünger das erbende Kind ist. Ausführliche Informationen zu den Freibeträgen gibt es in unserem Artikel zu Freibeträgen bei der Erbschaftssteuer

Welchen Freibetrag hat der Ehepartner?

Ehepartner haben einen Freibetrag von 500.000 Euro sowie einen zusätzlichen Versorgungsfreibetrag von 256.000 Euro. Zudem unterliegen Zugewinnausgleichsansprüche nicht der Erbschaftssteuer.

Was ist der Versorgungsfreibetrag?

Die hinterbliebenden Ehepartner/Lebenspartner und Kinder erhalten neben dem allgemeinen Freibetrag noch einen weiteren sogenannten Versorgungsfreibetrag zur Sicherstellung ihrer Versorgung nach dem Tod des Partners bzw. des Elternteils. Der Versorgungsfreibetrag wird jedoch um den Wert der Hinterbliebenenrente gekürzt. Der Wert der Hinterbliebenenrente wird anhand der voraussichtlichen Dauer ihrer Bezüge ermittelt. Der Versorgungsfreibetrag beträgt für hinterbliebene Partner 256.000 Euro. Für Kinder bis zum 27. Geburtstag liegt der Versorgungsfreibetrag altersabhängig zwischen 10.300 Euro (20-27 Jahre) und 52.000 Euro (0-5 Jahre).

Wie werden Immobilien in der Erbschaftssteuer berechnet?

Grundsätzlich wird der Verkehrswert der vererbten Immobilie für die Erbschaftsteuer angesetzt. Anders wird jedoch verfahren, wenn die vererbte Immobilie vermietet ist oder von den Erben zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird. Vermietete Immobilien werden zu 90% ihres Verkehrswertes angesetzt. Der Erwerb für Ehepartner und Kinder ist sogar steuerfrei, sofern sie die geerbte Immobilie selber mindestens 10 Jahre zu Wohnzwecken nutzen. Bei Kindern gilt hierbei allerdings die Einschränkung, dass die Wohnfläche 200 qm nicht übersteigt. Ausführliche Informationen in unserem Artikel Vererben von Häusern, Wohnungen und Immobilien.

Was gilt bei Schenkungen?

Alle Freibeträge dürfen nach zehn Jahren erneut genutzt werden. Deshalb ist nur für Schenkungen aus den vergangenen zehn Jahren Erbschaftssteuer fällig. Informieren Sie sich ausführlich in unserem Ratgeber zum Thema Schenkungssteuer

Was gilt beim „Berliner Testament“?

Das weit verbreitete „Berliner Testament“, in dem Ehepartner sich zu alleinigen Erben einsetzen und erst nach dem Tod beider Ehepartner die Kinder profitieren sollen, kann zu steuerlichen Nachteilen führen. Denn mit diesem Modell kann auch nur der Freibetrag des überlebenden Ehepartners genutzt werden, während die möglichen Freibeträge der Kinder ungenutz bleiben.

Kann man die Erbschaftssteuer vermeiden?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Erbschaftssteuer zu umgehen. Beispielsweise kann das Erbe bereits zu Lebzeiten durch Schenkungen unter Nutzung des alle 10 Jahre erneut möglichen Schenkungsteuerfreibetrags verringert werden. Auch kann man den Erben durch Adoption oder Heirat zu höheren Freibeträgen und/oder geringerer Besteuerung des Erbes verhelfen.

Welche Frist gilt für die Erbschaftssteuererklärung?

Der Erbe muss die Erbschaft innerhalb von drei Monaten dem Finanzamt mitteilen. Die Erbschaftsteuererklärung muss jedoch nur nach Anforderung durch das Finanzamt abgegeben werden.

This is a unique website which will require a more modern browser to work! Please upgrade today!

Close