Abfindungsrechner

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Abfindungsrechner

Um Ihnen die Berechnung der Abfindung zu erleichtern, finden Sie auf dieser Seite einen Online-Rechner, der Ihren Steuerbetrag für die Abfindung ermittelt. Sie benötigen lediglich die Ihnen bereits vorliegenden Daten und können auf diesem Weg ein sofortiges Ergebnis erhalten. Ermitteln Sie anhand Ihres Bruttojahresgehalts sowie der Höhe Ihrer Abfindung das entsprechende und detailliert aufgeführte Steueraufkommen. Nutzen Sie unseren Abfindungsrechner:

Nach dem Abfindungsrechner – Zusatzinfos zu Abfindungen

Möchte ein Arbeitgeber eine betriebsbedingte Kündigung aussprechen, so wird häufig die Zahlung einer Abfindung angeboten. Diese richtet sich nach den gesetzlichen oder tariflichen Vorgaben, die sich beispielsweise aus der Länge der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers ergeben oder nach der Kulanz des Arbeitgebers. Die Abfindung darf frühestens in dem Monat ausgezahlt werden, in dem das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde und hat in jedem Fall sowohl eine Auswirkung auf die Zahlung von Arbeitslosengeld sowie auf die Besteuerung der Einkünfte.

Besteuerung von Abfindungen nach der Fünftelregelung

Früher wurden bei der Besteuerung von Abfindungen festgelegte Freibeträge berücksichtigt, die zwischen 7.200 Euro und 11.000 Euro lagen. Nach einer Gesetzesanpassung sind diese jedoch entfallen, dafür wird die so genannte Fünftelregelung angewandt. Es wird die Differenz der Steuer für das Einkommen ohne Abfindung und der Steuer für das Einkommen inklusive einem Fünftel der Abfindung gebildet. Diese Differenz bildet dann den Steuerbetrag für ein Fünftel der Abfindung und muss nur noch verfünffacht werden, um die Steuer für die gesamte Abfindung zu erhalten. So ergibt sich eine geringere Steuerprogression und damit eine deutlich geringere Steuerbelastung, als wenn der Gesamtbetrag in einer Summe der Steuer unterworfen würde. Dies leitet sich aus der Staffelung der Einkommensteuertabellen ab. Die genauen Auswirkungen der Besteuerung entnehmen Sie unserem Abfindungsrechner oben auf der Seite. Oder schauen Sie sich folgendes Beispiel zur Berechnung der Steuer auf die Abfindung an.

Beispiel zur Besteuerung der Abfindung

Herr Schulz hat 2016 ein Jahreseinkommen von 60.000 Euro und erhält eine Abfindung in Höhe von 100.000 Euro. Er ist ledig und ist aus der Kirche ausgetreten.

1. Einkommensteuer und Soli für 60.000 = 17.870
2. Einkommensteuer und Soli für 80.000 (60.000 + 1/5 der Abfindung) = 26.732
3. Differenz der Steuerbeträge 8.862
4. Steuer für Abfindung (5 × 8.862) 44.310

Tipp zur Auszahlung von Abfindungen

Soll die betriebsbedingte Kündigung im November oder Dezember eines Jahres wirksam werden, so ist es möglich, den Auszahlungsbetrag auf zwei Jahre aufzuteilen. Somit hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit, die anfallenden Steuerbeträge möglichst gering zu halten und ebenfalls aufzuteilen. Noch ein Tipp: Wenn Sie noch Unsicherheiten bzgl. Ihrer Lohnsteuer oder der zu erstellenden Steuererklärung haben, empfehlen wir immer den Kontakt mit einem Anwalt oder Steuerberater.

Was versteht man unter Abfindung?

Eine Abfindung ist eine Zahlung, die ein Arbeitnehmer bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber erhält, um ihn für den Verlust von Arbeitsplatz und Verdienstmöglichkeiten zu entschädigen. Diese einmalige Zahlung wird normalerweise entweder in Form eines außergerichtlichen Aufhebungsvertrages vereinbart oder aber während eines gerichtlichen Vergleichs nach Erhebung einer Kündigungsschutzklage festgesetzt. Mit “Aufhebungsvertrag” wird die Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehmen bezeichnet. Die in diesem Vertrag enthaltene Vereinbarung einer Abfindungszahlung dient dem Ziel, einen Kündigungsschutzprozess zu umgehen.

Wann hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfindung?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, es gebe ein spezielles deutsches Abfindungsgesetz oder, bei Kündigung, einen gesetzlich geregelten Anspruch auf Abfindung existiert keine derartige Regelung im deutschen Arbeitsrecht. Als Ausnahme können laut § 1a des Kündigungsschutzgesetzes Arbeitnehmer, die keine Klage vor dem Arbeitsgericht gegen eine betriebsbedingte Kündigung erheben, Anspruch auf die Zahlung einer Abfindung geltend machen, aber erst nachdem die dreiwöchige Klagefrist verstrichen ist. Die Höhe dieser Abfindung entspricht einem halben Monatsverdienst pro Beschäftigungsjahr. Dieser Anspruch setzt voraus, dass der Arbeitgeber in der Kündigungserklärung versichert, dass die Kündigung durch dringende betriebliche Erfordernisse bedingt ist. Weitere Ausnahmen stellen manche Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder Einzelarbeitsverträge dar.

Wie kann man die Chance auf eine angemessene Abfindung erhöhen?

Arbeitgeber sind generell zu größeren Abfindungszahlungen bereit, je höher die Chancen des Arbeitnehmers sind, in einem Kündigungsschutzprozess zu gewinnen.

Welche Abfindungssummen sind realistisch?

Wenn ein Arbeitnehmer bei betriebsbedingter Kündigung darauf verzichtet, eine Kündigungsschutzklage zu erheben, kann der Arbeitnehmer ein Abfindungsangebot machen. Hierbei beläuft sich der Anspruch auf Abfindung in der Regel auf die Höhe eines halben Monatsgehaltes per Beschäftigungsjahr. Bei gerichtlichen oder außergerichtlichen Verhandlungen wird ein halbes bis volles Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr als angemessen erachtet. Allerdings kann die Höhe einer Abfindung auch stark variieren, abhängig von Verhandlungssituation und -geschick beider Parteien. Ausschlaggebend für die Summe ist häufig auch die Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers. Nicht selten zahlen größere Unternehmen ein volles Monatsgehalt oder sogar mehr pro Beschäftigungsjahr als Abfindung, während bei Kündigung in der Baubranche nicht selten Abfindungszahlungen von nur 25% eines Monatsgehaltes pro Beschäftigungsjahr üblich sind.

Von welchen Faktoren hängt die Höhe eines Abfindungsbetrages ab?

Ausschlaggebend für die endgültige Summe der Abfindungszahlung sind mehrere Faktoren. Ein Arbeitnehmer, der jahrzehntelang bei einem Unternehmen beschäftigt war, erhält normalerweise eine höhere Abfindung als jemand, dem nach kurzer Beschäftigungszeit gekündigt wird. Zu Buche schlägt auch das Alter des Gekündigten sowie dessen Erfolgsaussichten, eine neue Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu finden.

Was ist der Maßstab für die Berechnung einer Abfindung?

Zwar werden Bruttomonatsgehälter der Berechnung von Abfindungszahlungen zugrunde gelegt, doch herrschen häufig Meinungsverschiedenheiten darüber, was genau ein Monatsgehalt bedeutet. Zu diesem zählen nämlich neben dem Fixgehalt auch variable Vergütungsbestandteile sowie regelmäßig gewährte Extras wie z. B. Prämien oder Provisionen. Auch Sondervergütungen wie ein 13. Monatsgehalt oder Umsatzbeteiligungen werden prozentual zum Gehalt hinzuaddiert. Außerdem kann ein Gekündigter auch Vergünstigungen wie einen Dienstwagen mitberechnen. Hier muss ausgehandelt werden, inwieweit z. B. Boni, Tantiemen oder Provisionen bei der Bemessung der Abfindung mit einfließen sollen.

Wie wirkt sich die Zahlung einer Abfindung auf den Anspruch auf Arbeitslosengeld aus?

Normalerweise wird der Anspruch auf Arbeitslosengeld durch die Zahlung einer Abfindung nicht beeinträchtigt. Selbst wenn einem Gekündigten eine beachtliche Abfindungssumme gezahlt wird, wird diese nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Hat sich der Arbeitnehmer jedoch vor Ablauf der Kündigungsfrist vom Arbeitnehmer eine Abfindung auszahlen lassen und damit in eine vorzeitige Aufgabe des Beschäftigungsverhältnisses eingewilligt, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld bis nach Ablauf der regulären Kündigungsfrist. Dieser Zeitraum wird auch als Sperrzeit bezeichnet.

Wie wird der Steuersatz für Abfindungen berechnet?

Hier gilt die so genannte Fünftelregelung. Die Fünftelregelung mildert den ansonsten hohen steuerlichen Effekt der Abfindungszahlung. Es wird die Differenz der Steuer für das Einkommen ohne Abfindung und der Steuer für das Einkommen inklusive einem Fünftel der Abfindung gebildet. Diese Differenz bildet dann den Steuerbetrag für ein Fünftel der Abfindung und muss demnach verfünffacht werden, um die Steuerschuld für die gesamte Abfindung zu erhalten. Damit wird eine zu hohe Steuerprogression durch die einmalige Zahlung der Abfindung verhindert. Für die Abfindung werden keine Sozialabgaben fällig. Berechnen Sie die steuerlichen Auswirkungen gleich hier mit unserem Abfindungsrechner oder schauen Sie sich ein Beispiel für die Berechnung an.

Muss ein Arbeitnehmer ein Abfindungsangebot akzeptieren?

Ein gekündigter Arbeitnehmer muss nicht gezwungenermaßen ein Angebot auf Abfindung annehmen, sondern hat auch die Möglichkeit, eine Kündigungsschutzklage zu erheben, um den Erhalt des Arbeitsplatzes zu erstreiten. Allerdings muss diese Klage innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung erfolgen, sonst gilt die Kündigung als wirksam.

Was ist eine Kündigungsschutzklage?

Nicht selten gelingt es Arbeitnehmern, über eine Kündigungsschutzklage die Zahlung einer Abfindung durch den Arbeitgeber durchzusetzen, obwohl kein Rechtsanspruch auf Abfindung besteht. Der Grund dafür liegt darin, dass der Arbeitgeber sein Prozessrisiko reduzieren möchte, falls sich z. B. die Kündigung als unwirksam erweist und er somit gezwungen sein sollte, weiteres Arbeitsentgelt zu zahlen.

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